Risikoentlastung für technosert-Kunden
technosert entwickelt neue Teststrategie
10. September 2009
Kundenorientiertes Denken ist einer der Grundsätze der technosert electronic GmbH. Für den innovativen Elektronikdienstleister zählt ausschließlich der Erfolg der Auftraggeber. Das Wartberger High-Tech-Unternehmen bietet seinen Kunden ein neues Testverfahren an, das hilft, Kosten zu sparen und Reklamationen zu vermeiden.
Intensiv feilten die Techniker an neuen, und vor allem effizienteren Testmethoden, die garantieren, dass nur fehlerfreie Ware ausgeliefert wird. Überwältigend sind die positiven Resultate. Nun stellen die Elektroniker die Ergebnisse der Forschungsarbeiten vor.
„Vier Prüfverfahren, die manuelle Inspektion, die Automatische Inspektion, der Multi Mode Test und der Incircuit-Test wurden genauestens analysiert, einander gegenübergestellt und natürlich weiter entwickelt“, erläutert Johannes Gschwandtner, Geschäftsführer der technosert electronic GmbH, die Methodik.
Was ist neu im Prüfverfahren?
„Ein Testsystem allein kann nicht alle Fehlerquellen ausschliessen“, bringt Martin Kern, Prüftechniker bei technosert, eine wesentliche Erkenntnis auf den Punkt. Daher sollte noch ein zweites Prüfverfahren durchgeführt werden. Zur Verfügung stehen, wie bereits angeführt, die manuelle Inspektion, die automatische Inspektion, der Multi Mode Test und der Incircuit-Test.
Die besten Ergebnisse erzielt technosert durch die Verknüpfung des AOI-Tests, mit einem zweiten elektronischen Test (Multi Mode oder Incircuit) über das Traceabilitysystem. In diesem werden die Testdaten zusammengeführt. Mit Hilfe von statistischen Methoden werden weitere spezifische Erkenntnisse über das Produkt gebildet. Die Testtiefe und in der Folge die Produktzuverlässigkeit erfahren eine wesentliche Steigerung. Sämtliche Testdaten finden im Traceabilitysystem Aufnahme und werden dort weiterverarbeitet.
Welche Vorteile bringt die neue Methode den Unternehmenspartnern?
Die Vorteile für die Kunden liegen auf der Hand. Lässt der Auftraggeber die Prüfungen bei technosert durchführen, haftet auch technosert für die Fehlerfreiheit der Ware.
Das Unternehmen trifft, je nach Beschaffenheit der Bauteile und Funktionalität der Baugruppe, die Auswahl welche Verfahren am besten zur Anwendung kommen sollen. Zum fix vereinbarten Termin erhält der Auftraggeber seine geprüfte Ware. technosert garantiert, dass nur gesicherte Qualität das Werk verlässt.
Für den Kunden bedeutet dies einen Zeitvorsprung, da er die Elektronikteile sofort im Feld einsetzen kann. Keine aufwendigen Wareneingangsprüfungen, Pretest und Testläufe müssen durchgeführt werden.
Die erfahrenen Elektroniker von technosert führen auf High-Tech-Equipment härteste Testläufe durch und speichern sämtliche Endprüfdaten in das Traceabilitysystem ein.
Bei einem Folgeauftrag, gegebenenfalls auch bei einer Reklamation, können die Techniker jederzeit auf diese Daten zugreifen, das heißt es müssen keine neuen Programme geschrieben werden. Der Auftraggeber spart dadurch Zeit und Kosten.
Mit diesem kundenorientierten System stellt technosert sein innovatives Denken unter Beweis und bringt seine Partner in Pole-Position.

Wie funktionieren die Prüfverfahren?
Manuelle Inspektion
Die Prüfung erfolgt rein optisch durch Menschen mit Mikroskopen.
Automatische Optische Inspektion - AOI
Eine entscheidende Verbesserung erfuhr die Automatische Optische Inspektion. Dabei erfolgt die Prüfung der Leiterplatten und der Bauteile durch Bildverarbeitungssysteme.
Produktionsfehler können fehlende oder falsch bestückte Bauteile, Verunreinigungen der Platte, falsche Polungen, schlechte Lötstellen etc. sein. Schadhafte Teile werden sofort aus der Produktion genommen.
Die Daten der Baugruppen werden gescannt - und dokumentiert. Sämtliche Testdaten finden im Traceabilitysystem Aufnahme und werden dort weiter verarbeitet.
Multi Mode Test - MMT
Der Multi Mode Test überprüft Baugruppen auf ihre Funktionalität. Bei diesem Test wird mittels Nadeladapter die Baugruppe mit dem Testsystem verbunden. Zusätzlich wird ein Programm gestartet, das individuell für den Prüfling angefertigt wurde. Mittels grafischer Oberfläche steht das Programm in Interaktion mit dem Operator. Dieser muss durch manuelle Eingabe einige Abläufe bestätigen. Auch diese Testdaten werden in das Traceabiltysystem eingespeist.
In-Circuit-Test - ICT
Nun gibt es noch den In-Circuit-Test, ein Prüfverfahren für elektronische Baugruppen und bestückte Leiterplatten. Dabei erfolgt eine Überprüfung der Leiterbahnführung. Weiters sucht der Test nach Lötfehlern und Bauteilfehlern. Dabei können auch ganze Schaltungsblöcke geprüft werden. ICT-Systeme können analoge Parameter der Bauteile, zB Widerstand, Kapazität, Induktivität ausmessen. Bei digitalen Bauteilen werden Prüfsignale eingespeist und deren Auswirkungen beurteilt. Die Erstellung des Testprogramms für den ICT ist einfacher als für den MM-Test, wenn dabei bei Standardbauteilen auf Bauteilbibliotheken zurückgegriffen werden kann. Befinden sich jedoch neue Bauteile auf der Platte, muss zuerst ein Testsystem angelegt werden.